Heiße Tage
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Impactanalyse
Eine zunehmende Anzahl heißer Tage wirkt direkt verstärkend auf die Aufheizung öffentlicher Plätze, die Witterungsbelastung der Energieinfrastruktur, die Verdunstung sowie die Geruchsbildung in der Kanalisation. Die stärkere Aufheizung öffentlicher Plätze kann die Herz-Kreislauf-Belastung erhöhen und die Nutzung öffentlicher Räume sowie die Wohn-/Lebensattraktivität negativ beeinflussen. Gleichzeitig steigt durch heiße Tage die Belastung technischer Infrastrukturen, insbesondere der Energieversorgung. Die erhöhte Verdunstung kann zwar lokal zur Abkühlung beitragen, geht jedoch auch mit einer geringeren Durchfeuchtung des Erdreichs einher und kann so weitere hitzebedingte Belastungen verstärken.

Klimatische Ausprägung
Klimaanpassungsmaßnahmen
Basierend auf der Impact- und Strukturanalyse (vgl. Worauf basiert die Maßnahmeneinteilung?) werden die folgenden Maßnahmen empfohlen:
Fokusmaßnahmen – Verdunstung
- Gezielte Förderung von Verdunstungsprozessen durch blau-grüne Infrastruktur
- Integration von Verdunstungsflächen in die Stadtgestaltung zur lokalen Kühlung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität
- Sicherstellung ausreichender Wasserverfügbarkeit für Grün- und Verdunstungsflächen, z. B. durch Regenwasserspeicherung oder Schwammstadtansätze
- Kombination von Verschattung, Begrünung und Wasserflächen zur Reduktion thermischer Belastungen
Fokusmaßnahmen – Aufheizung Öffentlicher Plätze
- Ausbau von Verschattung, z. B. durch Bäume, Pergolen, Sonnensegel oder bauliche Verschattungselemente
- Schaffung und Stärkung von Verdunstungsflächen, z. B. durch Grünflächen, entsiegelte Flächen, Wasserflächen oder klimaangepasste Begrünung
- Förderung der Durchlüftung, z. B. durch Freihalten von Frischluftschneisen und angepasste städtebauliche Strukturen
- Reduktion stark aufheizender Oberflächen, z. B. durch helle Materialien, Entsiegelung oder begrünte Oberflächen
- Durchlüftung durch geeignete städtebauliche Strukturen
Hinweis: Es gibt eine große Schnittmenge mit den Maßnahmen für die Klimakenngröße Abkühlung.
Ergänzende Maßnahmen – Geruchsbildung Kanalisation
- Optimierung der Wasserführung und regelmäßige Spülung kritischer Kanalabschnitte zur Vermeidung von Geruchsbildung
- Technische Belüftung oder Behandlung belasteter Kanalabschnitte
- Monitoring geruchsanfälliger Bereiche während Hitzeperioden zur frühzeitigen Identifikation von Handlungsbedarf
Ergänzende Maßnahmen – Witterungsbelastung Energieinfrastruktur
- Anpassung und Hitzeschutz sensibler Energieinfrastruktur
- Einsatz hitzeresistenter Materialien und technischer Komponenten zur Reduktion temperaturbedingter Ausfälle
- Schaffung redundanter Versorgungsstrukturen zur Erhöhung der Ausfallsicherheit bei Hitzeereignissen
- Integration von Hitzerisiken in Wartungs-, Notfall- und Risikomanagementstrategien