Tage für Radtourismus
| Beschreibung | Die Kenngröße beschreibt die Häufigkeit von Tagen mit angenehmen Temperaturen und geringen Niederschlägen, die sich besonders gut für Radfahraktivitäten eignen. |
| Definition |
Anzahl der Tage pro Jahr, an denen die Tageshöchsttemperatur zwischen 19 °C und 25 °C liegt und gleichzeitig maximal 0,5 mm Niederschlag fällt. |
| Auswirkung |
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Impactanalyse
Eine zunehmende Anzahl an Tagen für Radtourismus wirkt direkt positiv auf die Sommeraktivitätsmöglichkeiten. Dadurch können die Naherholung gestärkt und nachgelagert auch die Tourismusattraktivität eines Standorts positiv beeinflusst werden. Die Sommeraktivitätsmöglichkeiten werden jedoch zusätzlich durch weitere Faktoren geprägt, insbesondere durch die Wandertage sowie die Qualität der Rad- und Wanderinfrastruktur. Bei einer ungünstigen Entwicklung können zudem witterungsunabhängige Angebote an Bedeutung gewinnen.

Klimatische Ausprägung
Im Zeitraum 1991–2020 traten im Landkreis Freudenstadt bis zu 55 Radfahrtage pro Jahr auf. Diese konzentrierten sich vor allem im mittleren und östlichen Flachland, wo vergleichsweise gute Bedingungen für das Radfahren herrschten.
In einem um +2 °C erwärmten Klima wird sich die Anzahl der Tage für Radtourismus insgesamt kaum verändern. Es zeigen sich keine wesentlichen Verschiebungen, sodass die Bedingungen weitgehend stabil bleiben.
Für das +3 °C-Szenario wird im Mittel ein leichter Rückgang um etwa fünf Tage pro Jahr erwartet. Während sich im östlichen Teil des Landkreises nur geringe Veränderungen zeigen, nehmen die Tage für Radtourismus in den westlichen und höher gelegenen Regionen deutlich ab. Dort kann die Anzahl um bis zu ein Drittel zurückgehen. Insgesamt verschieben sich die günstigen Bedingungen damit stärker in die ohnehin begünstigten Lagen.

Klimaanpassungsmaßnahmen
Basierend auf der Impact- und Strukturanalyse (vgl. Worauf basiert die Maßnahmeneinteilung?) werden die folgenden Maßnahmen empfohlen:
Fokusmaßnahmen
Sommeraktivitätsmöglichkeiten
- Erhalt und Ausbau attraktiver Radwege- und Freizeitangebote zur Stärkung des Radtourismus
- Verbesserung der Qualität der Rad- und Wanderinfrastruktur, z. B. durch Instandhaltung, Beschilderung, Rastmöglichkeiten und sichere Wegeführung
- Anpassung touristischer Angebote an klimatische Bedingungen, z. B. durch schattige Routen, Trinkwasserstellen oder kühlere Aktivitätszeiten
- Ausbau begleitender Infrastruktur, z. B. Fahrradabstellplätze, Reparaturstationen oder E-Bike-Lademöglichkeiten
- Kommunikation geeigneter Radtourismusangebote auf Basis aktueller Wetter- und Wegeinformationen
- Verknüpfung von Radtourismus mit Naherholung, Gastronomie und weiteren Freizeitangeboten zur Stärkung der Tourismusattraktivität
Witterungsunabhängige Angebote
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Ausbau wetterunabhängiger Freizeit-, Kultur- und Gesundheitsangebote als Ergänzung zu radtouristischen Aktivitäten
- Entwicklung flexibler Indoor-Angebote, z. B. Sport-, Erlebnis-, Bildungs- oder Familienangebote
- Vernetzung witterungsunabhängiger Angebote mit bestehenden Tourismus- und Naherholungsstrukturen
- Kommunikation alternativer Angebote bei ungünstiger Wetterlage oder eingeschränkten Outdoor-Bedingungen
- Förderung ganzjährig nutzbarer Infrastruktur zur Stabilisierung der Tourismusattraktivität und Naherholung