Frosttage
| Beschreibung | Die Kenngröße beschreibt die Häufigkeit von Tagen mit frostigen Temperaturen im Winter. |
| Definition | Anzahl der Tage pro Jahr, an denen die Tagestiefsttemperatur unter 0 °C liegt. |
| Auswirkung |
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Impactanalyse
Eine geringere Anzahl an Frosttagen wirkt direkt begünstigend auf das Auftreten neuartiger Baumkrankheiten und Schädlinge, da sich Arten aus wärmeren Regionen leichter etablieren können. Dadurch kann sich die Ausbreitung von Baumkrankheiten und Schädlingsbefall verstärken, was die Pflanzenvitalität beeinträchtigt. Nachgelagert können auch indirekte Auswirkungen auf den Menschen entstehen, etwa durch ein erhöhtes Risiko für allergische Hautreaktionen sowie eine sinkende Tourismusattraktivität. Zusätzlich besteht eine Rückkopplung: Eine geringere Pflanzenvitalität erhöht die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen und kann deren Ausbreitung weiter verstärken.

Klimatische Ausprägung
Im Zeitraum 1991–2020 treten im Landkreis Freudenstadt vor allem in höheren Lagen häufig Frosttage auf, mit bis zu 110 Tagen pro Jahr. Das entspricht etwa dreieinhalb Monaten und damit einem Großteil des Winters. In den Tallagen ist die Anzahl der Frosttage dagegen deutlich geringer.
In einem um +2 °C erwärmten Klima zeigt sich ein klarer Rückgang der Frosttage. Im Mittel nimmt ihre Anzahl um etwa 15 Tage pro Jahr ab. Dieser Trend betrifft den gesamten Landkreis und führt insgesamt zu einer spürbaren Verkürzung der Frostperioden.
Für das +3 °C-Szenario verstärkt sich diese Entwicklung deutlich. Im Mittel geht die Zahl der Frosttage um rund ein Drittel (ca. −31 Tage) zurück, in einzelnen Ausprägungen sogar um bis zu die Hälfte (etwa −51 Tage). Damit ist von einer erheblichen Abnahme der Frosttage auszugehen.

Klimaanpassungsmaßnahmen
Basierend auf der Impact- und Strukturanalyse (vgl. Worauf basiert die Maßnahmeneinteilung?) werden die folgenden Maßnahmen empfohlen:
Fokusmaßnahmen – Neuartige Baumkrankheiten und Schädlinge
- Aufbau eines kontinuierlichen Monitorings der Baum- und Pflanzengesundheit zur frühzeitigen Erkennung neuer Krankheiten und Schädlingsbefälle
- Implementierung von Frühwarn- und Reaktionsmechanismen zur gezielten Eindämmung von Ausbreitungsprozessen
- Gezielte Auswahl klimaresilienter und krankheitsresistenter Pflanzenarten zur Reduktion der Anfälligkeit gegenüber neuen Schädlingen und Krankheiten
- Anpassung von Pflege- und Bewirtschaftungskonzepten zur Stabilisierung der Pflanzenvitalität
- Förderung der Biodiversität zur Stärkung der ökologischen Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingsbefall