Klimakenngrößen für das Anpassungsfeld Wasser

 

Klimakenngröße Beschreibung
Niederschlagsmenge (saisonal) Die Kenngröße beschreibt die aufsummierte Niederschlagsmenge getrennt nach den Jahreszeiten. Sie dient als Maß zur Abschätzung saisonaler Verteilungen und möglicher Verschiebungen von Niederschlägen im Jahresverlauf.
Perioden der Grundwasserneubildung  Die Kenngröße beschreibt Perioden mit mehreren Tagen mit gleichmäßigem, mittelstarkem Niederschlag (Landregen). Sie dient als Maß für klimatische Bedingungen, unter denen ausreichende Niederschlagsmengen fallen, um eine Grundwasserneubildung zu ermöglichen.
Hitzewellen Die Kenngröße beschreibt Perioden mit anhaltend hohen Temperaturen, die als Hitzewellen auftreten. Sie dient als Maß für klimatische Bedingungen, unter denen sich die anhaltende Wärme im Boden auf die Trinkwasserleitungen überträgt, sodass die Wassertemperatur in kritische Bereiche ansteigt und die Wasserqualität beeinträchtigt werden kann.
Starkregentage Die Kenngröße beschreibt die Häufigkeit von Tagen mit sehr hohen Niederschlagsmengen. Sie dient als Maß zur Abschätzung von Tagen, an denen Niederschläge nicht ausreichend versickern können, wodurch das Risiko von Überflutungen steigt und sie nur eingeschränkt zur Grundwasserneubildung beitragen können.
Sommertage Die Kenngröße beschreibt die Häufigkeit von Tagen mit hohen Temperaturen. Sie dient als Maß zur Abschätzung klimabedingter Anstiege des Wasserverbrauchs in privaten Haushalten, beispielsweise durch vermehrtes Bewässern und gesteigerten Bedarf an Trink- und Brauchwasser.
Tage mit Risiko für Quelltrübung Die Kenngröße beschreibt die Häufigkeit von Starkregentagen im Sommerhalbjahr. Sie dient als Maß für klimatische Bedingungen, unter denen das Risiko erhöht ist, dass vermehrt Trübstoffe in Quellen eingetragen werden und dadurch eine verstärkte Aufbereitung des Quellwassers erforderlich wird.
Trockenperioden Die Kenngröße beschreibt Perioden mit anhaltenden sehr geringen Niederschlägen. Sie dient als Maß zur Abschätzung klimatischer Bedingungen, die zu einer Verringerung der Quellschüttung führen können und damit die Verfügbarkeit von Wasseressourcen beeinflussen.