Sommertage
| Beschreibung | Die Kenngröße beschreibt die Häufigkeit von Tagen mit hohen Temperaturen. |
| Definition |
Anzahl der Tage pro Jahr, an denen die Tageshöchsttemperatur über 25 °C liegt. |
| Auswirkung |
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Impactanalyse
Eine zunehmende Anzahl an Sommertagen wirkt direkt erhöhend auf den Wasserverbrauch in der Kommune. Ein steigender Wasserverbrauch kann das verfügbare Wasserdargebot verringern, den Wasserabsatz der Stadtwerke erhöhen und durch eine häufigere Netznutzung die Verweilzeit des Wassers im Netz reduzieren. Gleichzeitig wird der Wasserverbrauch auch durch zahlreiche weitere Faktoren beeinflusst, etwa private Haushalte, medizinische Einrichtungen, Industrie und Gewerbe, Schwimmbäder, künstliche Bewässerung sowie den Bedarf an Löschwasserversorgung. Maßnahmen wie Regenwassernutzung, wassersparende Technologien und angepasstes menschliches Verhalten können den Trinkwasserverbrauch hingegen reduzieren.

Klimatische Ausprägung
Im Zeitraum 1991–2020 konzentrierten sich die Sommertage im Landkreis Freudenstadt vor allem im östlichen Flachland. Dort traten im Sommer über ein bis zwei Monate hinweg Tage auf, die durch höhere Temperaturen auch zu einem erhöhten privaten Wasserverbrauch führen konnten.
In einem um +2 °C erwärmten Klima wird die Anzahl der Sommertage im gesamten Landkreis deutlich zunehmen. Im Mittel werden rund acht zusätzliche Tage pro Jahr auftreten, wobei besonders die bereits heute stärker betroffenen Bereiche weiter zulegen werden.
Für das +3 °C-Szenario wird sich diese Entwicklung nochmals verstärken. Im Mittel wird die Anzahl der Sommertage etwa um die Hälfte ansteigen, sodass Zeiträume von zwei bis zweieinhalb Monaten mit entsprechenden Bedingungen erreicht werden können. Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich der Druck auf den privaten Wasserverbrauch in Zukunft spürbar erhöhen wird.

Klimaanpassungsmaßnahmen
Basierend auf der Impact- und Strukturanalyse (vgl. Worauf basiert die Maßnahmeneinteilung?) werden die folgenden Maßnahmen empfohlen:
Fokusmaßnahmen – Wasserverbrauch
- Förderung wassersparender Technologien und Armaturen in privaten Haushalten, öffentlichen Einrichtungen, Gewerbe und Industrie
- Ausbau der Regenwassernutzung, z. B. für Bewässerung, Grünflächenpflege, Reinigungszwecke oder Brauchwassernutzung
- Einsatz bedarfsgerechter und effizienter Bewässerungssysteme zur Reduktion unnötiger Wasserverbräuche
- Sensibilisierung der Bevölkerung und kommunaler Akteure für wassersparendes Verhalten während warmer und trockener Perioden
- Monitoring des Wasserverbrauchs zur frühzeitigen Erkennung von Verbrauchsspitzen und Anpassungsbedarfen
- Anpassung der Netz- und Speicherinfrastruktur an saisonal erhöhte Wasserbedarfe
- Priorisierung der Trinkwassernutzung für kritische Bereiche, z. B. Versorgung vulnerabler Gruppen, medizinische Einrichtungen und Löschwasserversorgung