Skifahrtage
| Beschreibung | Die Kenngröße beschreibt die Häufigkeit von Tagen im Winter, an denen durch ausreichend niedrige Temperaturen in Kombination mit starkem Schneefall eine hinreichende Schneedecke für das Skifahren entstehen kann. |
| Definition |
Anzahl der Tage pro Jahr, an denen die durchschnittliche Tagestemperatur unter 1 °C liegt und gleichzeitig mindestens 30 mm Niederschlag fällt, der als Schnee angenommen wird (entsprechen etwa 30 cm Schneedecke). |
| Auswirkung |
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Impactanalyse
Eine höhere Anzahl an Skifahrtagen wirkt direkt positiv auf die Winteraktivitätsmöglichkeiten. Dadurch können sowohl die Naherholung als auch die Tourismusattraktivität eines Standorts gestärkt werden. Die Winteraktivitätsmöglichkeiten werden jedoch zusätzlich durch weitere Faktoren beeinflusst, insbesondere durch Langlauftage, Winterwandertage, schneefreie Tage, Sturzgefahr sowie den Einsatz künstlicher Schneeerzeugung. So kann fehlender natürlicher Schneefall zumindest teilweise ausgeglichen werden.

Klimatische Ausprägung
Im Zeitraum 1991–2020 traten Skifahrtage im Landkreis Freudenstadt nur vereinzelt auf. Sie beschränkten sich auf die höher gelegenen Bergregionen im Westen, wo an ein bis drei Tagen pro Jahr ausreichend natürlicher Schneefall für das Skifahren vorhanden war.
In einem um +2 °C erwärmten Klima wird sich die Situation voraussichtlich kaum verändern. Es zeigen sich keine klaren oder robusten Entwicklungen, sodass insgesamt von weitgehend gleichbleibenden Bedingungen ausgegangen werden muss.
Für das +3 °C-Szenario deutet sich ein Rückgang um etwa ein bis zwei Tage an. Auch wenn die Veränderungen nicht flächendeckend robust sind, zeigt der Trend klar nach unten. In der Folge wird es künftig selbst in den höchstgelegenen Regionen nur noch selten ausreichend natürlichen Schneefall für Skifahrten geben.

Klimaanpassungsmaßnahmen
Basierend auf der Impact- und Strukturanalyse (vgl. Worauf basiert die Maßnahmeneinteilung?) werden die folgenden Maßnahmen empfohlen:
Fokusmaßnahmen – Winteraktivitätsmöglichkeiten
- Entwicklung schneeunabhängiger oder schneearmer Winterangebote als Ergänzung zu klassischen Skifahrangeboten
- Flexible Anpassung touristischer Angebote an die aktuelle Wetter- und Schneelage
- Erhalt und Pflege bestehender Ski- und Winterwegeinfrastruktur, sofern geeignete Bedingungen bestehen
- Ausbau witterungsunabhängiger Freizeit- und Erholungsangebote bei eingeschränkten Skibedingungen
- Prüfung eines ressourcenschonenden Einsatzes künstlicher Schneeerzeugung, sofern ökologisch, wasserbezogen und wirtschaftlich vertretbar
- Stärkung einer ganzjährigen Tourismusstrategie zur Reduktion der Abhängigkeit von schneegebundenen Winteraktivitäten