Asphalt-Belastungstage
| Beschreibung | Die Kenngröße beschreibt die Häufigkeit von Tagen, an denen Asphalt durch hohe oder niedrige Temperaturen stark thermisch belastet wird. |
| Definition | Anzahl der Tage pro Jahr mit extremen Temperaturbedingungen. Dazu zählen sehr kalte Tage, an denen die Tiefsttemperatur -15°C oder kälter ist, sowie sehr heiße Tage, an denen die Höchsttemperatur mindestens 30°C erreicht und die Temperatur nachts nicht unter 20°C fällt. |
| Auswirkung |
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Impactanalyse
Eine erhöhte Anzahl an Asphalt-Belastungstagen wirkt direkt verstärkend auf Schäden an der Straßeninfrastruktur. Diese Schäden können zusätzlich durch hohe Verkehrsbelastung und hitzeempfindliche Straßenbeläge begünstigt werden. In der Folge kann sich die Qualität der Straßeninfrastruktur verschlechtern, was nachgelagert die Verkehrssicherheit reduziert und die wirtschaftliche Attraktivität eines Standorts negativ beeinflussen kann.

Klimatische Ausprägung
Im Zeitraum von 1991-2020 traten Asphalt-Belastungstage im Landkreis Freudenstadt nur selten auf. Im Durchschnitt gab es ein bis zwei Tage pro Jahr, wobei zwei Tage vor allem im östlichen Teil des Landkreises beobachtet wurden.
In einem um +2 °C erwärmten Klima zeigt sich im Mittel zunächst ein leichter Rückgang der Asphalt-Belastungstage um -0,45 Tage pro Jahr. Gleichtzeitig wird jedoch deutlich, dass diese Entwicklung mit hohen Unsicherheiten verbunden ist, da ein Großteil des Landkreises keine robusten Veränderungen aufweist.
In einem um +3 °C erwärmten Klima wird erwartet, dass sich die Situation im östlichen Teil des Kreises kaum verändert. Im westlichen Teil können Asphalt-Belastungstage jedoch häufiger werden, mit einer Zunahme um bis zu zwei Tage pro Jahr. Diese Zunahme gilt als robust. Gleichzeitig zeigt die Spannweite der Modellresultate, dass die Anzahl der Belastungstage kann auch leicht zurückgehen oder im ungünstigsten Fall deutlich stärker ansteigen.

Klimaanpassungsmaßnahmen
Basierend auf der Impact- und Strukturanalyse (vgl. Worauf basiert die Maßnahmeneinteilung?) werden die folgenden Maßnahmen empfohlen:
Fokusmaßnahmen – Qualität Straßeninfrastruktur
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Zustandsorientierte und präventive Instandhaltungsplanung zur langfristigen Sicherung der Infrastrukturqualität
- Priorisierung kritischer Straßenabschnitte mit hoher Bedeutung für -Verkehrssicherheit, Erreichbarkeit und wirtschaftliche Standortqualität
- Optimierung der Verkehrssteuerung, z. B. durch Verkehrslenkung oder -Geschwindigkeitsanpassungen, um zusätzliche Belastungen der Infrastruktur zu reduzieren
- Berücksichtigung klimaresilienter Bauweisen und Materialien bei Sanierung, Neubau und kommunaler Infrastrukturplanung
Ergänzende Maßnahmen – Schäden Straßeninfrastruktur
- Einsatz hitzeresistenter und langlebiger Straßenbeläge zur Reduktion temperaturbedingter Schäden
- Regelmäßiges Monitoring besonders belasteter Straßenabschnitte, z. B. durch Zustandserfassungen oder Hitzeschadenskartierungen
- Frühzeitige Instandhaltung kleiner Schäden, um Folgeschäden und kostenintensive Sanierungen zu vermeiden