Klimakenngrößen für das Anpassungsfeld Energie

"Energie" umfasst alle Strukturen und Prozesse zur Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Energie sowie die Versorgungssicherheit der Stadt:

  • Übergeordnet: Beinhaltet übergreifende Aspekte des Energiesystems, die mehrere Energieträger betreffen. Dazu zählen beispielsweise Energiepreise, Energiebedarf oder klimabedingte Belastungen der Energieinfrastruktur.
  • Strom: Umfasst alle Bereiche der Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Nutzung elektrischer Energie. Hierzu gehören die Netzinfrastruktur, Erzeugungstechnologien sowie Aspekte der Versorgungssicherheit und Netzstabilität.
  • Gas: Beinhaltet die Erzeugung, Verteilung und Nutzung gasförmiger Energieträger. Dazu zählen sowohl die technische Infrastruktur als auch Fragen der Versorgung und Verfügbarkeit.
  • Wärme: Umfasst alle Systeme und Technologien zur Bereitstellung, Verteilung und Nutzung von Wärmeenergie. Hierzu gehören zentrale und dezentrale Wärmeversorgungssysteme sowie der Wärmebedarf von Gebäuden und Industrie.

Gemeinsam gewährleisten sie die Energieversorgung von Bevölkerung, Wirtschaft und Infrastruktur. Für das Studiengebiet Freudenstadt wurden die folgenden Klimakenngrößen auf Grundlage lokaler Erfahrung und wissenschaftlicher Vorarbeiten identifiziert:

Klimakenngröße Beschreibung
Heizgradtage Die Kenngröße beschreibt die Summe Temperaturdifferenzen zwischen Durchschnittstemperaturen und einem Schwellenwert an allen Heiztagen. Sie dient als Maß zur genaueren Quantifizierung des klimabedingten Heizbedarfs.
Heiztage Die Kenngröße beschreibt die Häufigkeit von Tagen, an denen die Temperatur unter einen Schwellenwert fällt. Sie dient als Maß zur Abschätzung des klimabedingten Heizbedarfs in Gebäuden.
Kühlgradtage

Die Kenngröße beschreibt die aufsummierten Temperaturdifferenzen zwischen den durchschnittlichen Tagestemperaturen und einem festgelegten Schwellenwert an allen Kühltagen. Sie dient als Maß zur genaueren Quantifizierung des klimabedingten Kühlbedarfs.

Kühltage Die Kenngröße beschreibt die Häufigkeit von Tagen, an denen die Temperatur über einem Schwellenwert liegt und somit Kühlbedarf entsteht. Sie dient als Maß zur Abschätzung des klimabedingten Bedarfs an Raumkühlung in Gebäuden.
Tage mit geringer Staubauswaschung