Tage mit Risiko für Quelltrübung
| Beschreibung | Die Kenngröße beschreibt die Häufigkeit von Starkregentagen im Sommerhalbjahr. |
| Definition |
Anzahl der Tage pro Jahr in den Monaten Mai bis September, an denen mehr als 20 mm Niederschlag fällt. |
| Auswirkung |
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Impactanalyse
Eine zunehmende Anzahl an Tagen mit Risiko für Quelltrübung wirkt direkt verstärkend auf die Verunreinigung von Quellen. Dadurch kann die Quellwasserqualität sinken, wodurch nachgelagert ein höherer Bedarf an Wasseraufbereitung entsteht. Die Verunreinigung von Quellen wird zusätzlich durch Bodenerosion beeinflusst, die wiederum durch Faktoren wie Trockenperioden, Vegetationsfläche und extreme Starkregentage mitbestimmt wird.

Klimatische Ausprägung
Im Zeitraum 1991–2020 traten Tage mit Risiko für Quelltrübung im Landkreis Freudenstadt vor allem in den westlichen Bergregionen häufiger auf, während sie in der Mitte und im Osten seltener vorkamen. Dennoch waren solche Tage im gesamten Landkreis zu beobachten. Auch seltene Ereignisse konnten dabei bereits zu einem erhöhten Bedarf an Aufbereitung des Quellwassers führen.
In einem um +2 °C erwärmten Klima wird sich ein räumlich unterschiedliches Bild zeigen. Im westlichen Teil des Landkreises, wo bislang viele solcher Tage auftreten, wird die Anzahl eher zurückgehen. Im östlichen Teil, wo sie bisher seltener sind, wird dagegen eine leichte Zunahme erwartet. Insgesamt sind die Entwicklungen jedoch mit größeren Unsicherheiten verbunden.
Für das +3 °C-Szenario wird sich dieses Muster weiter verstärken. Im Westen kann die Anzahl der Tage um bis zu etwa vier Tage zurückgehen, während im Osten eine Zunahme von ein bis zwei Tagen möglich ist. Insgesamt bleibt das Bild uneinheitlich und von Unsicherheiten geprägt, sodass die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden sollten.

Klimaanpassungsmaßnahmen
Basierend auf der Impact- und Strukturanalyse (vgl. Worauf basiert die Maßnahmeneinteilung?) werden die folgenden Maßnahmen empfohlen:
Ergänzende Maßnahmen – Verunreinigung Quellen
- Regelmäßiges Monitoring der Quellwasserqualität zur frühzeitigen Erkennung von Trübungen und Verunreinigungen
- Schutz sensibler Quellbereiche vor oberflächlichem Eintrag, z. B. durch Pufferzonen, angepasste Flächennutzung oder Erosionsschutzmaßnahmen
- Reduktion von Bodenerosion im Einzugsgebiet der Quellen, z. B. durch Vegetationsbedeckung, bodenschonende Bewirtschaftung oder angepasste Wegeführung
- Ausbau und Optimierung der Wasseraufbereitung zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität bei erhöhter Quelltrübung
- Entwicklung von Notfall- und Betriebsplänen für Phasen erhöhter Trübung, z. B. durch alternative Wasserbezugsquellen oder temporäre Aufbereitungsmaßnahmen