Winterdienstperioden
| Beschreibung | Die Kenngröße beschreibt Perioden, in denen zusammenhängende Winterdiensttage auftreten und somit anhaltende Schnee- und Glättesituationen vorliegen. |
| Definition | Anzahl der Perioden, in denen mindestens zwei Tage in Folge ein Winterdiensttag auftritt. Siehe Definition Winterdiensttage. |
| Auswirkung |
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Impactanalyse
Eine zunehmende Anzahl an Winterdienstperioden wirkt direkt positiv auf die Planbarkeit des Winterdienstes. Eine bessere Planbarkeit kann den Personalbedarf im Winterdienst reduzieren, da Personal- und Ressourceneinsätze effizienter vorbereitet und koordiniert werden können. Gleichzeitig wird der Personalbedarf jedoch auch durch die tatsächliche Winterdienstaktivität beeinflusst, da ein höherer Einsatzbedarf mehr Personal und operative Kapazitäten erfordert.

Klimatische Ausprägung
Im Zeitraum 1991–2020 verteilten sich die Winterdiensttage im Landkreis Freudenstadt im Mittel auf etwa 15 einzelne Winterdienstperioden pro Jahr.
In einem um +2 °C erwärmten Klima wird sich die Anzahl der Winterdienstperioden leicht verringern. Die Abnahme fällt jedoch insgesamt gering aus und ist nicht robust, sodass keine klare Entwicklung erkennbar ist.
Für das +3 °C-Szenario wird sich eine deutliche und robuste Abnahme zeigen. Im Mittel ist mit rund drei weniger Winterdienstperioden pro Jahr zu rechnen. In ungünstigen Ausprägungen kann die Zahl der Perioden sogar um etwa ein Drittel (rund vier bis fünf Perioden) zurückgehen. Insgesamt ist damit von einer spürbaren Reduzierung der winterlichen Einsatzphasen auszugehen.

Klimaanpassungsmaßnahmen
Basierend auf der Impact- und Strukturanalyse (vgl. Worauf basiert die Maßnahmeneinteilung?) werden die folgenden Maßnahmen empfohlen:
Ergänzende Maßnahmen – Planbarkeit Winterdienst
- Vorausschauende Einsatzplanung des Winterdienstes auf Basis von Wetterprognosen und Frühwarnsystemen
- Nutzung längerer planbarer Einsatzperioden zur besseren Koordination von Personal, Fahrzeugen und Streumitteln
- Optimierung von Touren- und Routenplanung zur effizienten Abdeckung kritischer Straßen- und Wegeabschnitte
- Aufbau flexibler Personal- und Bereitschaftsmodelle zur Reaktion auf kurzfristige Wetteränderungen
- Digitale Dokumentation und Einsatzsteuerung zur Verbesserung der Ressourcenplanung und Nachbereitung
- Priorisierung besonders kritischer Bereiche, z. B. Rettungswege, Hauptverkehrsachsen, Schulwege und zentrale Nahversorgungsstandorte